Carl-Meyer-Schule
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Zweite Heimat

Eines vorab:

Im Schuljahr 2011/ 12 sind die Besuchszeiten dienstags in der 5. und 6. Stunde (11:50 Uhr - 13: 20 Uhr) und donnerstags in der 3. und 4. Stunde (10:05 Uhr - 11:35 Uhr). Jeder Interessierte ist herzlich willkommen, bitte wenden Sie sich an Herrn Latz!

 

 

Seit 1998 gibt es die so genannte Zweite Heimat an der Carl-Meyer-Schule. Hierbei handelt es sich um eine Kleingruppenförderung besonders für die Kinder, die im Klassenunterricht auffällig werden und den Mitschülern oftmals das Lernen erschweren oder unmöglich machen.

Aber wie sagt uns das Leben: Nichts ist schwieriger als die Veränderung menschlicher Verhaltensweisen. Das weiß der Übergewichtige, der Raucher oder der Gewohnheitsmensch aus eigener Erfahrung. Wie soll ein Lehrer ein Kind begleiten, das häufig aneckt, scheitert oder gar schweigt? Ein schlüssiges Patentrezept ist noch nicht auf dem Markt.  

Rufen wir uns ins Bewusstsein: Wir Menschen sind soziale, körperliche, emotionale und geistige Wesen. Wird ein Bereich vernachlässigt oder beschädigt, kann sich das durch auffällige Verhaltensweisen äußern. Deshalb ist eine ganzheitliche Förderung mit z. T. sehr unkonventionellen Maßnahmen die Grundlage der Zweiten Heimat.

 

Das Förderkonzept beinhaltet:

  •  Kooperation mit wichtigen Sozialpartnern des Kindes
  • Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Lehrer und Kind
  •  Förderung von Ritual, Ruhe, Bewegung, Tanz, Spiel, Musik und Freude
  • Gemeinsames Essen und Feiern
  • Lernorte außerhalb der Schule
  • Begegnung mit Gästen   
  • Handwerkliches und künstlerisches Tun
  •  Auseinandersetzung mit aktuellen und lebensbezogenen Themen
  • Offene Gespräche und Metagespräche
  • Dokumentation persönlicher Fortschritte im Lernen und Verhalten
  • Anerkennung ausdrücken...

 

In der Woche werden 19 Kinder in 10 verschiedenen Gruppen mit jeweils 4 Kindern aus den Klassen 3-7 vom Lehrer der Zweiten Heimat betreut. Das einzelne Kind hat in der Regel 2 feste Gruppentermine von je 2 Schulstunden. Ein kontinuierliches Arbeiten in einer festen Bezugsgruppe bleibt dem Klassenunterricht (der ersten Heimat) vorbehalten.

 

Was können die Kurzbesuche der Zweiten Heimat bewirken:

  • Kennen lernen von Kindern aus anderen Klassen, so dass sich das Konfliktpotential in den Hofpausen und Fluren reduziert.
  • Kennen lernen von Kindern unterschiedlichen Alters, so dass Einsicht und Verständnis für deren Bedürfnisse angeregt wird.
  •  Besseres Kennen lernen der eigenen Gedankenwelt und die Möglichkeiten eines Umdenkens und Umfühlens, so dass das Selbstbild korrigiert werden kann.
  • Rituale und offene Lernsituation erleben, so dass die Eigenverantwortung für das Tun gefördert wird...

Die Zweite Heimat befindet sich am Lernort 1 im Raum 23. Eltern und andere Interessierte sind herzlich willkommen, die Zweite Heimat kennen zu lernen.

 

 

Support:
Alfried Krupp-Schulmedienzentrum